Deutschland und China gemeinsam für Innovation

01.06.2017

Chinese Premier Li Keqiang in Berlin Bild vergrößern (© dpa) Bundeskanzlerin Angela Merkel, der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang, Bundesforschungsministerin Johanna Wanka und ihr chinesischer Amtskollege Wan Gang haben sich am 1. Juni 2017 zum gemeinsamen Innovationsforum in Berlin getroffen, um die zukünftige Zusammenarbeit in Forschung und Innovation weiter auszugestalten. Neue Schwerpunkte der Zusammenarbeit werden künftig Forschung und Entwicklung zu Industrie 4.0 und Elektromobilität sein.

Das BMBF setzt jährlich etwa 20 Millionen Euro pro Jahr für die Umsetzung seiner China-Strategie 2015-2020 ein. Bundeskanzlerin Merkel schlug die Einrichtung eines gemeinsamen Forschungsfonds vor, um der strategischen Kooperation mit China einen verlässlichen Rahmen zu geben. Dieser Fonds soll 2018 starten und ab 2020 jährlich mit bis zu vier Millionen Euro von jeder Seite ausgestattet sein.

"In unserer Zusammenarbeit in Forschung und Innovation steckt noch viel Potenzial", sagte Wanka. "Mit dem gemeinsamen Forschungsfonds wollen wir diese Zusammenarbeit strategisch ausbauen und Forschungsorganisationen und forschende Unternehmen aus Deutschland und China dabei unterstützen innovative Technologien zu entwickeln".

Deutschland und China haben 2014 in ihrer "Strategische Partnerschaft" beschlossen, Forschung und Innovation in der Zusammenarbeit systematisch zu stärken. Die bilaterale Innovationskooperation wird beispielsweise auch durch eine Plattform intensiviert, in der deutsche und chinesische Expertinnen und Experten beraten, in welchen Technologiefeldern gemeinsame Forschungsprojekte umgesetzt werden können. Die ersten Ergebnisse der Arbeit der Plattform werden auf der Deutsch-Chinesischen Innovationskonferenz im kommenden Jahr in China diskutiert.

China gehört inzwischen zu den wichtigsten Forschungsnationen der Welt und baut  seine Innovationskapazität systematisch aus. China hat wie Deutschland Innovation in das Zentrum seiner wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen gestellt. Damit ist China nicht nur Konkurrent, sondern ein wichtiger Forschungs- und Entwicklungspartner bei der Suche nach Lösungen für globale Herausforderungen.

© Deutsche Botschaft Peking