Hohe chinesische Auszeichnung an zwei deutsche Wissenschaftler vergeben

Preisverleihung Bild vergrößern Preisträger v. l. n. r.: Prof Dr Katharina Kohse-Höinghaus, Prof Jean-Raymond Abrial, Prof Dr Christopher Gordon Groves, Prof Dr Werner Alfred Hufenbach, CIMMYT/ NL, Director Prof Dr Martin Kropff (© Deutsche Botschaft Peking) Mit hohen Auszeichnungen durch Würdenträger dürfte sich Frau Prof. Kohse-Höinghaus mittlerweile auskennen. Bereits 2007 verlieh der damalige Bundespräsident Horst Köhler ihr, für ihre Initiative der „teutolab“-Mitmachlabore, das Bundesverdienstkreuz am Bande, und im Januar 2016 nahm die Wissenschaftlerin den Preis für Internationale Zusammenarbeit der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) entgegen. 2016 hatte sie ebenfalls den Freundschaftspreis der VR China erhalten. Der heutige  Vormittag reihte sich nahtlos in diese Reihe der Auszeichnungen ein und war doch ein ganz Besonderer.

Im Rahmen der Verleihung des höchsten chinesischen Preises für Wissenschaft und Technik nahm Frau Kohse-Höinghaus/Universität Bielefeld, gemeinsam mit Herrn Prof. Werner Hufenbach/TU Dresden, die Auszeichnung für ‚Internationale Wissenschafts- und Technologie-Kooperation der Volkrepublik China‘ entgegen. Eine Ehre, die heute nur drei weiteren ausländischen Wissenschaftlern und einem internationalen Forschungsinstitut zu Teil wurde. Preisverleiher und erste Gratulanten  waren unter anderem Staatspräsident Xi Jinping,  Premierminister Li Keqiang und Forschungsminister Prof. WAN Gang. Vize-Premierministerin LIU  Yandong empfing die ausländischen Preisträger anschließend zu einem Gespräch.

Für beide Wissenschaftler war dies eine große Ehre, die zwar vorher angekündigt, doch erst kurz vor Vergabe offiziell bestätigt wurde, und deshalb überraschend kam. Der Blick auf ihre bisherige Arbeit macht jedoch deutlich: Sie sind Mittler zwischen den Wissenschaften beider Länder, und das bereits seit vielen Jahren. Schon mehrere Generationen von Studenten konnten von ihrem Wissen und ihren guten Verbindungen zu China profitieren. Bereits seit 1981 ist Herr Prof. Hufenbach in der bilateralen Forschungskooperation mit China aktiv. Von 2002 bis 2013 forschte und lehrte er an der Tongji-Universität in Shanghai und seit 2015 hat er gemeinsam mit CRRC Qingdao Sifang (China Railway Rolling Stock Corporation Limited) eine offene Innovationsplattform für Leichtgewicht-Technologie entwickelt. Frau Prof. Kohse-Höinghaus hatte bereits mehrere Lehraufträge an der Chinesischen Universität für Wissenschaft und Technik in Hefei und weiteren chinesischen Universitäten inne, ist Mitglied des Beratungsgremiums des Zentrums für Verbrennungsenergie Peking und arbeitet seit 2012 als beratende Professorin an der Jiao Tong Universität in Shanghai.

Doch trotz ihrer vielfältigen Verpflichtungen erklärte sich Frau Prof. Kohse-Höinghaus bereit, über ihr Thema ‚saubere Verbrennung‘ i.R. des Wissenschaftsforums der Deutschen Botschaft über ihr Fachgebiet zu referieren. Das Deutschlandzentrum der Botschaft durfte sich darüber hinaus freuen, ein Interview für seinen WeChat-Kanal  zu führen. Deutsche und internationale Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zeigten sich beeindruckt vom Vortrag der Wissenschaftlerin, die als langjährige Präsidenten des International Combustion Instituts, brandaktuelle Themen ansprach, mit denen sich gerade die Einwohner Pekings tagtäglich auseinandersetzen müssen.

Die Veranstaltung schloss mit einer angeregten Diskussion, die von fachspezifischen Themen zum Verbrennungsmotor bis hin zu allgemeinen Themen der Luftverschmutzung in Nordchina, reichte. Anschließend konnten sich die Gäste bei Umtrunk und Imbiss weiter austauschen und die Würdenträgerin persönlich kennenlernen.

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