Pandas und ein diplomatisches Jubiläum: Staatspräsident Xi Jinping in Berlin

Bild vergrößern Chinas Staatspräsident Xi Jinping ist vom 4. bis zum 7. Juli in Berlin. Die Anlässe sind vielfältig: Ende der Woche findet in Hamburg der G20-Gipfel statt, Deutschland und China feiern das 45. Jubiläum ihrer diplomatischen Beziehungen. Am Mittwoch (05.07.) findet im Berliner Zoo zudem die offizielle Übergabe der chinesischen Pandabären Meng Meng und Jiao Qing statt.

Meng Meng und Jiao Qing: Neuzugänge im Berliner Zoo

Der Riesenpanda, ailuropoda melanoleuca, ist nachtaktiv, hat dunkle Augenringe und verzehrt große Mengen vegetarischer Speisen. Nur böse Zungen würden behaupten, dass Berlin schon aus diesem Grund der optimale Lebensraum für den Panda sei. Aber die Wahrheit ist: Pandas passen zu Berlin, weil auch Berlins Wappentier der Bär ist – allerdings ein Braunbär. Das hat sich bis nach Peking, der Partnerstadt von Berlin, herumgesprochen. Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping hat daher anlässlich seines Staatsbesuchs vom 4.-7. Juli eingewilligt, dem Berliner Zoo zwei Pandabären als Leihgabe zu überlassen. Meng Meng („Träumchen“) und Jiao Qing („Schätzchen“) heißen die zwei Neuzugänge. Sie sind in diesen Tagen dabei, sich im eigens gebauten Pandagehege einzuleben.

45 Jahre diplomatische Beziehungen

Anlass für Xi Jinpings Staatsbesuch ist nicht nur der G20-Gipfel in Hamburg am 7. und 8. Juli. Deutschland und China feiern in diesem Jahr auch den 45. Jahrestag ihrer diplomatischen Beziehungen. Nach ersten eher zaghaften Schritten Anfang der Siebzigerjahre entwickelten sich die Beziehungen vor allem seit Beginn der Reform- und Öffnungspolitik unter Deng Xiaoping so dynamisch, dass Austausch und Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern  noch nie so eng waren wie heute – trotz aller Meinungsverschiedenheiten in Fragen der Menschenrechte. Grund dafür ist nicht nur das große Interesse zweier starker Handelsnationen an guten Wirtschaftsbeziehungen. Es ist auch die gemeinsame Überzeugung, dass es in Zeiten globaler Unsicherheit darauf ankommt, dass Deutschland und China als zusammenstehen, wenn es um Erhalt und Stärkung der multilateralen Weltordnung geht.

Botschafter der deutsch-chinesischen Freundschaft

Auch jenseits der großen Politik, wenn es um zwischengesellschaftliche Kontakte geht, floriert der Austausch: Über 32.000 chinesische Austauschstudenten gibt es in Deutschland, über 120 Partnerschulen mit verstärktem Deutschangebot in China, seit neuestem auch eine verstärkte Zusammenarbeit beim Fußball.

Die Pandabären Meng Meng und Jiao Qing erhalten bereits jetzt viel mediale Aufmerksamkeit. Als Botschafter der deutsch-chinesischen Freundschaft in Berlin sollen sie in Zukunft Menschen beider Länder zusammenführen, auch jenseits der großen Politik.

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G20-Gipfel - Ankunft Chinas Staatspräsident Jinping